Für diesen warmen Rosenkohl-Salat wird der Rosenkohl fein gehobelt, nur kurz gedünstet und mit einem fruchtigen Orangen-Dressing, gerösteten Walnüssen, Rosinen und herzhaft gebackenem Tempeh kombiniert – in gut 45 Minuten fertig und damit die vielleicht schönste Beilage für dein Weihnachtsmenü.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit zait.
Weichgekochte, graugrüne Kugeln, die schon beim Anheben des Topfdeckels die halbe Küche geflutet haben – so kannte ich Rosenkohl als Kind. Entsprechend zuverlässig ist er bei mir am Tellerrand geparkt worden, so lange, bis irgendjemand aufgegeben hat.
Heute gehört Rosenkohl zu meinen liebsten Wintergemüsen. Es lag nie am Rosenkohl, es lag an der Zubereitung. Geröstet aus dem Ofen ist immer noch mein Favorit, aber die zweitbeste Variante ist die hier: Rosenkohl fein hobeln und ihn wie einen Salat behandeln. Dann wird aus dem kohligen Kugelgemüse plötzlich etwas Feines, Nussiges, das kaum noch nach dem Rosenkohl von früher schmeckt.
Der Rest ist Kontrastarbeit. Süße von Rosinen, Ahornsirup und Orange, Säure vom Apfelessig, Biss von gerösteten Walnüssen und dazu Tempeh, der in einer Orangen-Sojasaucen-Marinade im Ofen schön herzhaft wird. Das Ergebnis: ein warmer Wintersalat, der satt macht, gut aussieht und bei dem am Ende auch die Rosenkohl-Skeptiker am Tisch noch einmal nachlegen.
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Olivenöl von zait
Gutes Olivenöl im Supermarkt zu finden, ist überraschend schwierig. Viele Öle schmecken schon beim ersten Öffnen ranzig oder bitter. Das native Olivenöl von zait schmeckt frisch, und das liegt vor allem daran, dass es nur wenige Tage nach der Ernte abgefüllt und direkt verkauft wird. Die Flasche, die ich zum Testen bekommen habe, war nicht einmal einen Monat alt.
Die Sorte, die in meinem Rosenkohl-Salat gelandet ist, stammt von einer kleinen Kooperative in Katalonien und wird aus Arbequina-Oliven hergestellt. Sie schmeckt mild-süßlich und passt damit gut zum süß-herzhaften Dressing – ein kräftig-bitteres Öl würde sich hier zu sehr in den Vordergrund drängen. Neben Spanien bezieht zait auch Öle aus Griechenland, Italien und Portugal, und je nach Region schmecken die ganz unterschiedlich.
Jede Charge wird auf Geschmack und Qualität geprüft. Und ein Hinweis, der mir hängengeblieben ist: Gerade weil das Öl so frisch ist, solltest du es innerhalb einiger Wochen aufbrauchen – haltbar wäre es deutlich länger, aber der Geschmack lebt von der Frische. Wenn du dich einlesen möchtest, findest du im Wissensbereich von zait einiges zu Herstellung, Qualität und Lagerung.

Die Zutaten im Überblick
Alle genauen Mengen findest du in der Rezeptkarte weiter unten – hier geht es um Auswahl, Alternativen und ein paar Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.
- Rosenkohl: Nimm feste, geschlossene Röschen mit frischer Schnittfläche. Gelbliche äußere Blätter kommen weg. Gehobelt wird entweder mit der Küchenmaschine (Raspelaufsatz) oder einer Handreibe.
- Tempeh: Falls du keinen Tempeh bekommst, funktioniert Räuchertofu ebenfalls (siehe Variationen).
- Orangensaft: Frisch gepresst, du brauchst ihn einmal fürs Dressing, einmal für die Tempeh-Marinade. Rechne insgesamt mit etwa 1 ½-2 Orangen.
- Ahornsirup: Sorgt für die süße Seite des Kontrasts und dafür, dass der Tempeh beim Backen leicht karamellisiert. Agavendicksaft geht auch, schmeckt etwas neutraler.
- Rosinen oder getrocknete Cranberries: Bitte nicht weglassen. Cranberries bringen mehr Säure, Rosinen mehr Karamellnote.
- Walnüsse: Pekannüsse oder Haselnüsse passen genauso gut.
- Apfel: Optional, aber schön. Eine säuerliche Sorte wie Elstar oder Braeburn setzt sich besser durch als eine sehr süße.
- Sojasauce oder Tamari
- Flüssigrauch: Optional. Ein halber Teelöffel reicht und gibt dem Tempeh eine dezent rauchige Note. Ohne schmeckt er ebenfalls gut, nur etwas milder.
- Olivenöl: Hier lohnt sich ein gutes Öl - zum Beispiel von zait -, weil man es im Dressing tatsächlich schmeckt. Eine mild-fruchtige Sorte passt super.
Du hast noch Orangen bzw. Orangensaft übrig? Dann back doch gleich noch einen leckeren Schoko-Orangen-Kuchen als Nachtisch.

Tipps & Variationen
- Tofu statt Tempeh: Räuchertofu funktioniert gut. Presse ihn vorher gut aus und plane etwas mehr Marinierzeit ein. Den Flüssigrauch kannst du zudem weglassen.
- Andere Nüsse: Pekannüsse passen hervorragend zum süß-herzhaften Profil, Haselnüsse machen den Salat etwas rustikaler.
- Mit Granatapfel: Ein paar Granatapfelkerne kurz vor dem Servieren bringen zusätzliche Frische und sehen auf dem Weihnachtstisch schön aus.
- Vorbereiten: Den Tempeh kannst du bereits am Vortrag marinieren – je länger er ziehen kann, desto besser. Der Rosenkohl wird erst kurz vor dem Servieren gehobelt und gedünstet, sonst verliert er Biss und Farbe.
Serviervorschläge
Als Beilage reicht der Rosenkohl-Salat für sechs Personen, als Hauptgericht für zwei bis drei.
Besonders gut passt der warme Rosenkohl-Salat zu:
- einem festlichen Hauptgericht mit Kartoffelgratin oder Kartoffelstampf und Linsenbraten
- als Komponente für eine herbstliche Bowl
- Ofenkürbis oder gerösteten Möhren
- frischem Baguette oder einem kräftigen Sauerteigbrot
- Kürbis-Kartoffel-Lauch-Suppe oder Blumenkohl-Maronensuppe
Weitere Rezepte für den Herbst

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Warmer Rosenkohl-Salat mit Tempeh
Dieser warme Rosenkohl-Salat mit der fruchtigen Note von Olivenöl, Rosinen, Orange und Äpfeln serviert mit herzhaft gebackenem Tempeh macht euer Weihnachtsessen zu einem besonderen Erlebnis.
- Total Time45 Min
- Yield6 Portionen 1x
Ingredients
Rosenkohl-Salat
- 750 g frischer Rosenkohl
- 1 rote Zwiebel
- 1 EL Olivenöl (z.B. von zait)
- ½ TL Meersalz
- ½ TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
- 40 g Walnusskerne
- 50 g Rosinen oder getrocknete Cranberries
- 1 kleiner Apfel (optional)
Dressing
- 60 ml Orangensaft (ca. ½ Orange)
- 1 EL Apfelessig
- 2 EL Ahornsirup
- ¼ TL Salz
- 1-2 EL Olivenöl
Tempeh
- 300 g Tempeh
- 125 ml Orangensaft (ca. 1 Orange)
- 5 EL Sojasauce oder Tamari
- 3 EL Ahornsirup
- ½ TL Knoblauch, granuliert
- ½ EL Olivenöl
- ½ TL Flüssigrauch (optional)
Instructions
Tempeh marinieren
- Den Tempeh in ca. 1-2 cm dicke Dreicke schneiden. Die Zutaten für die Marinade zusammenrühren und den Tempeh darin einlegen.
- Den Tempeh für min. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen und zwischendurch die Stücke drehen, damit der Tempeh von allen Seiten mariniert wird.
- Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
Dressing anrühren
- Die Zutaten für das Dressing vermengen und zur Seite stellen.
Tempeh backen
- Den Tempeh mit der Marinade in eine Auflaufform geben, mit Alufolie (bzw. einen ofenfesten Deckel oder Backpapier) abdecken und für 10 Minuten backen. Die Abdeckung entfernen und für weitere 15 Minuten backen.
Rosenkohlsalat vorbereiten
- In der Zwischenzeit den Rosenkohl waschen und die äußeren Blätter sowie den Strunk entfernen. Nun die Röschen mit einer Küchenmaschine oder mit einem Hobel bzw. Messer raspeln.
- Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden.
- 1 EL Öl in eine große Pfanne geben und die Zwiebel darin glasig dünsten.
- Nun den geraspelten Rosenkohl hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und für 3-5 Minuten dünsten bis der Rosenkohl gar ist, aber noch Biss hat.
- Das Dressing in die Pfanne geben und unterheben.
Anrichten
- Die Walnüsse für ca. 3-5 Minuten im Ofen rösten (optional), klein hacken.
- Mit den Rosinen unter den Salat heben. Mit Salz und Pfeffer nochmal abschmecken.
- Den Apfel in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden.
- Den Salat mit dem Tempeh und den Apfel-Scheiben oder Würfeln servieren. Schmeckt warm und kalt.
Notes
Nicht zu fein hobeln: Wenn der Rosenkohl zu klein geraspelt wird, fällt er beim Dünsten in sich zusammen und der Salat wird matschig statt knackig.
Vorbereiten: Tempeh-Marinade und Dressing lassen sich 1–2 Tage im Voraus zubereiten. Der Tempeh darf gerne über Nacht ziehen.
- Prep Time: 20 Min
- Cook Time: 25 Min
Nutrition
- Serving Size: 1 von 6 Portionen
- Calories: 339 kcal
- Sugar: 19,2 g
- Fat: 15,2 g
- Saturated Fat: 2,4 g
- Unsaturated Fat: 11,8 g
- Carbohydrates: 32,6 g
- Fiber: 8,3 g
- Protein: 17,1 g
Der Artikel ist auch in Englisch (English) verfügbar.









Yasmin meint
Ich freue mich auf paar freie Tage 🙂
Sarah meint
Ich freue mich am meisten auf die gemeinsame Zeit mit meiner Familie. Schön zusammen zu sitzen und vielleicht das ein oder andere Spiel zu spielen. Und zur Weihnachtszeit mag ich ganz besonders die Dekorationen und Lichter. Es ist einfach so gemütlich 🙂
Jule meint
Ich freue mich darauf meine Familie wieder zutreffen und mit meinem Papa joggen und meiner Schwester klettern zu gehen!
Melanie J meint
Sportlich, sportlich! 😉
Sabrina meint
Ich freu mich auf schlechte Weihnachtspullover, viel leckeres Essen und natürlich Familie und Freunde. 🙂
Melanie J meint
Das Problem mit den Weihnachtspullovern kenne ich zum Glück nicht ;). Oh ja, aufs viiiele Essen freue ich mich auch schon!
Kristina meint
Ich freue mich am meisten auf die Zeit mit meiner Familie. 🙂
Melanie J meint
Oh ja, das ist das Schönste an Weihnachten!
N. Koch meint
Ich freue mich auf ein paar schöne und vor allem ruhige Tage mit Familie und Freunden und einen schönen Jahresausklang. Tatsächlich ist auch sonst nichts weiter geplant. Aber das muss auch Mal sein 🎅
Melanie J meint
Das klingt nach einem schönen Weihnachtsfest! So mag ich es auch am liebsten!