Dieser vegane Kartoffelsalat ist eine leichtere, gesündere Version des Klassikers – steht ihm im Geschmack aber in nichts nach. Cremig durch eine selbstgemachte Tofu-Cashew-Mayo, mit gewürfeltem Tofu statt Ei und Kala Namak für den typischen Ei-Geschmack.

Der Kartoffelsalat meiner Mutter war schon immer der Beste. Wenn wir gegrillt haben, war eigentlich fast egal, was sonst noch auf dem Tisch stand – Hauptsache, Mamas Kartoffelsalat war dabei. Das war gesetzt.
Erst kürzlich, als ich zu Besuch war, haben wir ihn gemeinsam gemacht. Natürlich war das Original nicht vegan – also habe ich kurzerhand eine vegane Variante gebastelt. Ohne Eier, ohne klassische Mayo, aber mit allem, was einen guten Kartoffelsalat ausmacht. Einfach - und vor allem einfach lecker!
Dieses Rezept ist eine kleine Hommage an das Rezept meiner Mutter. Etwas gesünder und vollwertiger, aber der Charakter ist derselbe. Statt Mayo kommt meine selbstgemachte Tofu-Cashew-Mayo zum Einsatz – cremig, leicht da ohne Öl und überraschend nah am Original. Die Eier habe ich durch gewürfelten Tofu und etwas Kala Namak ersetzt, dem Schwefelsalz, das für den typischen Ei-Geschmack sorgt. Klingt merkwürdig, funktioniert aber großartig. Das Ergebnis: ein veganer Kartoffelsalat, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, dass keiner merkt, dass hier weder echte Mayo noch ein Ei im Spiel war.
Springe zu ...
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Leichter als klassischer Kartoffelsalat – mit fettarmer veganer Tofu-Mayo statt schwerer Mayonnaise.
- Perfekt für Grillen & Buffets – lässt sich gut vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser.
- Proteinreich & sättigend – Tofu liefert eine Extraportion pflanzliches Protein.
- Einfach & schnell gemacht – in etwa 30 Minuten zusammengestellt.

Die Zutaten im Überblick
- Kartoffeln (festkochend): Festkochende Sorten behalten ihre Form, weswegen sie für den veganen Kartoffelsalat super geeignet sind. Vorwiegend festkochend funktionieren auch gut.
- Naturtofu: Klein gewürfelt erinnert seine Konsistenz erstaunlich an Ei. Nutze einen nicht zu festen Tofu, der einen möglichst neutralen Eigengeschmack hat. Ich habe den Bio-Tofu von Terra verwendet. Kein Freund von ungewürzten Tofu? Dann lass ihn einfach weg.
- Vegane Tofu-Mayo: Eine leichte , vollwertige Mayo auf Tofu-Cashew-Basis macht die Salat-Sauce cremig, ohne sie unnötig schwer zu machen.
- Kala Namak: Aka Schwarzsalz, die Geheimzutat. Dieses Schwefelsalz sorgt für den typischen Eiersalat-Geschmack. Du kannst es jedoch auch weglassen und stattdessen etwas mehr Salz verwenden.
- Senf & Weißweinessig: Bringen Würze und eine angenehme Säure ins Dressing. Ich empfehle mittelscharfen Senf.
- Essiggurken & rote Zwiebel: Sorgen für den Frische, farbliche Akzente und Biss.
- Kurkuma & Paprikapulver: Kurkuma gibt die typische gelbliche Farbe, Paprika edelsüß rundet den Geschmack ab.
(Mengenangaben findest du weiter unten in der Rezeptkarte)

Schritt-für-Schritt Anleitung
Diesen veganen Kartoffelsalat zuzubereiten ist wirklich unkompliziert – hier die fixe Anleitung. Falls du keine vegane Mayo im Kühlschrank parat hast, bereite sie zu, während die Kartoffeln kochen.

- Schritt 1: Die ungeschälten Kartoffeln in einen Topf mit kaltem Wasser geben, 1 TL Salz dazugeben und zum Kochen bringen. Etwa 18-25 Minuten garen, Wasser abgießen, abschrecken und warm pellen.

- Schritt 2: In einer großen Schüssel vegane Mayo, Senf, Weißweinessig, Kala Namak, Kurkuma und Paprikapulver verrühren.

- Schritt 3: Gewürfelte Kartoffeln, Tofu, Essiggurken und rote Zwiebel dazugeben.

- Schritt 4: Alles vermengen und den Salat min. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
Top Tipps!
Kartoffel-Kochzeit
Der Garpunkt ist fast genauso wichtig wie die Sorte. Zu weich gekocht fallen die Kartoffeln beim Schneiden auseinander – zu fest fehlt später das typische Mundgefühl.
Als Faustregel gilt: kleine Kartoffeln brauchen ca. 18–20 Minuten, größere bis zu 25 Minuten. Am einfachsten mit einem Messer oder einer Gabel prüfen – es sollte leicht hineingleiten, ohne dass die Kartoffel zerfällt.
Wenn du große Kartoffeln hast, kannst du sie auch halbieren um die Kochzeit zu verkürzen.
Durchziehen lassen
Den Salat möglichst lange kühl stellen vor dem Servieren – mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht. Die Aromen entfalten sich erst richtig, wenn die Kartoffeln das Dressing aufgesogen hat.

Variationen
Gerade bei Kartoffelsalat hat jeder andere Vorlieben. Hier ein paar Ideen, wie du dieses Rezept anpassen kannst:
- Frische Kräuter: Frischer Dill, Schnittlauch oder Petersilie passen wunderbar dazu und geben dem Salat eine zusätzliche frische Note.
- Säure anpassen: Wer es säuerlicher mag, gibt einen Schuss Gurkenwasser ins Dressing.
- Mit Räuchertofu: Statt Naturtofu funktioniert auch geräucherter Tofu – der Geschmack wird dadurch herzhafter und rauchiger.
- Mehr Biss: Gib gewürfelte Radieschen oder Paprika dazu.
Aufbewahrung
Luftdicht verschlossen hält sich der Kartoffelsalat 3–5 Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren gut umrühren – falls er etwas fester geworden ist, nach Belieben einen kleinen Löffel vegane Mayo, einen Schuss Gemüsebrühe oder etwas Pflanzenmilch unterrühren.
Serviervorschläge
- Als Beilage zu veganen Grillgerichten, veganen Frikadellen oder veganen Burgern
- Auf einem Salatbuffet neben Romesco-Kartoffelsalat und Karotten-Hummus, dazu Brot oder Baguette
- Als Meal Prep für die Mittagspause

FAQ - Häufig gestellte Fragen
Mehligkochende Kartoffeln sind nicht sonderlich gut geeignet. Sie zerfallen schnell und ergeben einen eher matschigen Salat. Festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln sind für Kartoffelsalat die beste Wahl, da sie ihre Form behalten und bissfest sind.
Nein, die Kartoffeln müssen nicht geschält werden, Tatsächlich sorgt die Schale dafür, dass der Eigengeschmack erhalten bleibt und sorgt für eine bessere Konsistenz. Nach dem Kochen lässt sich die Schale von den abgekühlten Kartoffeln leicht abziehen, und die Stärke bindet den Salat besser.
Natürlich, du kannst den Tofu auch weglassen. Bedenke jedoch, dass auch die selbstgemachte, ölfreie Mayo auch Tofu enthält.
Nein, nicht zwingend. Es sorgt für den schwefeligen Ei-Geschmack. Wenn du das Schwefelsalz weg lässt, gib etwas mehr Salz an das Dressing. Bedenke jedoch, dass Kala Namak weniger salzig ist als herkömmliches Salz.
Weitere Salat-Rezepte
Wenn dir klassischer veganer Kartoffelsalat zu langweilig ist, solltest du mal meine Variante mit Romesco-Sauce probieren.

Du möchtest nichts verpassen?
Dann melde dich für den Veggie Jam Newsletter an!
Ich hoffe, du probierst mein veganes Kartoffelsalat Rezept mal aus. Wenn dir dieses Rezept gefällt, hinterlasse unbedingt einen Kommentar, bewerte das Rezept ⭐️ und markiere mich gerne auf instagram @veggiejam (#veggiejam).
PrintRezept
Veganer Kartoffelsalat mit Tofu-Cashew-Mayo
- Prep Time: 5 Minuten
- Kühlzeit: 1+ Stunde
- Cook Time: 25 Minuten
- Total Time: 30 Minuten (+ Kühlzeit)
- Yield: 4-8 Portionen 1x
Description
Dieser vegane Kartoffelsalat ist eine leichtere, gesündere Version des Klassikers – cremig durch eine selbstgemachte Tofu-Cashew-Mayo, mit gewürfeltem Tofu statt Ei und Kala Namak für den typischen Eiersalat-Geschmack.
Ingredients
- 900 g Kartoffeln, festkochend oder vorwiegend festkochend
- 300 g Naturtofu
- 1 mittelgroße rote Zwiebel
- 150 g Essiggurken
- 200 g vegane Tofu-Mayo
- 1 ½ - 2 EL Senf, mittelscharf
- 1 EL Weißweinessig
- 1 TL Kala Namak
- ½ TL Paprika, edelsüß
- ¼ TL Kurkuma
- ½ TL Salz
- Schwarzer Pfeffer
- Optional, nach Belieben: Schnittlauch, Petersilie oder Dill
Instructions
- Die ungeschälten Kartoffeln in einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und etwa 1 TL Salz dazu geben. Abgedeckt zum Kochen bringen und je nach Größe 18-25 Minuten leicht köcheln lassen, bis sie gar sind (ein Messer oder eine Gabel sollten leicht hineingleiten).
- Das Wasser abgießen und die Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abschrecken. Dann die Schale abpellen.
- Während die Kartoffeln garen, den Tofu in kleine 0,5-1 cm große Würfel scheiden. Zwiebeln und Essiggurken ebenfalls klein würfeln.
- Für das Salat-Dressing, vegane Mayo, Senf, Essig, Kala Namak, Paprika, Kurkuma, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel verrühren. Kartoffeln in Würfel oder Scheiben schneiden und hineingeben. Gewürfelte Zwiebeln, Gurken und Tofu dazugeben. Nach Belieben frisch gehackte Kräuter zufügen.
- Alles gut mit dem Dressing vermengen. Abgedeckt im Kühlschrank mindestens 1 Stunde - am besten über Nacht - ziehen lassen.
- Reste halten sich etwa 3-5 Tage im Kühlschrank.
Notes
Kala Namak: Das Schwarzsalz sorgt für den Ei-Geschmack. Du kannst es auch weglassen und stattdessen mehr Salz verwenden. Da Kala Namak allerdings weniger salzig ist als herkömmliches Salz, starte mit ¼ - ½ TL zusätzliches Salz.







Comments
No Comments