Wenn Kürbis, Maronen, Lauch und Feigen gemeinsam auf eine Pizza treffen, dann ist klar: der Herbst ist da. Diese herbstliche vegane Gemüsepizza vereint herzhafte Röstaromen, cremige Kürbisbasis und süß-fruchtige Highlights – ganz ohne Käse, aber mit maximalem Wohlfühlgeschmack.

Die Inspiration für diese herbstliche Pizza stammt ursprünglich aus einer Zeitschrift. Ich erinnere mich noch genau, wie ich im letzten Herbst die Seite mit dem Rezept umgeknickt habe – und sie dann im Stapel der Hefte verschwunden ist. Vor kurzem fiel mir die Zeitschrift wieder in die Hände, und sofort war klar: Das probiere ich dieses Jahr aus – beziehungsweise, das geht noch besser!
Das Ergebnis? Eine phänomenal vegane Herbstpizza mit super viel Geschmack und tollen Texturen - ganz ohne Öl und Ersatzprodukte! Statt klassischer Tomatensauce kommt bei meiner herbstlichen Dinkelpizza eine samtige Kürbis-Knoblauch-Creme auf den Boden. Das Gemüsetopping besteht aus Maronen und Lauch, verfeinert mit Räuchertofu für die perfekte Umami-Note. Und als süßer bzw. frischer Kontrast krönen frische Feigen und Radicchio das Ganze.
So kompliziert das Rezept auch auf den ersten Blick wirken mag: Am Ende ist die Zubereitung wirklich einfach. Also, ran an den Ofen!
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Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Einfacher & schneller Pizzateig: Der einfache Dinkelteig geht maximal 2 Stunden - in der Zeit kannst du dich entspannt um den Belag kümmern.
- Kein Öl, kein Käseersatz: Nur natürliche, pflanzliche Zutaten.
- Cremig statt käsig: Die Kürbiscreme mit geröstetem Knoblauch ersetzt die Tomatensauce und macht die Kürbis-Pizza herrlich aromatisch.
- Buntes Herbstgemüse: Lauch, Maronen, Radicchio und Feigen bringen Farbe, Geschmack und Textur - und Nährstoffpower!
- Räuchertofu für Umami & Protein: Sorgt für den herzhaften Kontrast.
- Sieht fancy aus, ist aber simpel: Pizza mal anders, aber nicht so kompliziert, wie du vielleicht denken magst.

Die Zutaten
- Dinkelmehl Typ 1050 – mit Weizenmehl funktioniert es ebenfalls.
- Trockenhefe
- Kürbis – ich nutze hier Butternuss, aber du kannst auch Hokkaido verwenden.
- Knoblauchknolle (ja, die ganze!) – durch das Rösten wird der Knoblauch weich, süßlich und verliert seine Schärfe.
- Cashewmus – sorgt für Cremigkeit. Alternativ geht es auch mit weißem Mandelmus.
- Pflanzendrink – Soja- oder Erbsendrink sind ideal, da sie cremig und weniger süß sind als andere Varianten.
- Lauch – gut säubern ist hier das A und O!
- Maronen – verwende bereits gekochte, vakuumierte Maronen um Zeit zu sparen.
- Räuchertofu – Ich empfehle einen festen Tofu.
- Getrockneter Rosmarin
- Frische Feigen
- Radicchio
(Mengenangaben findest du weiter unten in der Rezeptkarte.)

Schritt-für-Schritt Anleitung
Ich empfehle dir, die einzelnen Schritte in Ruhe durchzulesen bevor du loslegst. So kannst du die Zubereitung dieser veganen Herbstpizza perfekt timen.

- Schritt 1: Mehl, Salz und Hefe in einer Schüssel mischen. Lauwarmes Wasser dazugeben und ca. 10 Minuten per Hand kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Alternativ in einer Küchenmaschine 3-5 Minuten verarbeiten.

- Schritt 2: Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und ca. 2 Stunden gehen lassen.

- Schritt 3: Die Spitze der Knoblauchknolle ca. 0,5 - 1 cm abschneiden, sodass jede einzelne Zehe angeschnitten wird. Äußere Blätter grob entfernen und die Knolle in Alufolie wickeln. Die Kürbiswürfel mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem eingewickelten Knoblauch auf ein Blech legen und bei 185°C ca. 35-40 Min backen.

- Schritt 4: Gebackenen Kürbis in eine Schüssel geben, den Knoblauch ausdrücken und dazu geben.

- Schritt 5: Cashewmus und Pflanzendrink dazugeben. Alles zerstampfen und zu einer cremigen Masse verarbeiten. Alternativ pürieren.

- Schritt 6: Den Pizzateig auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen und auf Backpapier überführen (der Teig bedeckt etwa ⅔ eines Blechs). Weitere 20-30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Dann mit der Kürbiscreme bestreichen.

- Schritt 7: In der Zwischenzeit den Lauch waschen, in Scheiben schneiden, 8-10 Minuten anbraten. Gehackte Maronen, gewürfelten Räuchertofu, Salz und Rosmarin dazugeben und 5 Minuten weiterbraten. Die Mischung auf der Pizza verteilen.

- Schritt 8: Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen, ein Blech in den Ofen schieben. Das heiße Blech aus dem Ofen holen, die Pizza auf dem Backpapier auf das Blech überführen, mit geviertelten Feigen belegen und im oberen Ofenbereich 13-15 Minuten backen.
Zum krönenden Abschluss gibt’s frischen Radicchio und etwas Cashewsoße oben drauf – fertig zum Genießen! Die Herbstpizza ist perfekt für drei Personen (oder zwei mit richtig Hunger – wir sprechen aus Erfahrung).
Meal Prep Tipp!
Für ein unkompliziertes Abendessen unter der Woche kannst du die Pizza wunderbar vorbereiten.
Der Dinkelteig lässt sich prima am Vortag ansetzen und über Nacht im Kühlschrank gehen – so entwickelt er noch mehr Geschmack und wird besonders luftig. Am Backtag einfach ausrollen, 20–30 Minuten bei Raumtemperatur entspannen lassen und belegen.
Auch die Kürbiscreme und das Gemüsetopping kannst du schon vorab zubereiten. Beides hält sich 2–3 Tage im Kühlschrank und ist so im Handumdrehen einsatzbereit – perfekt, wenn du nach Feierabend schnell etwas Gesundes und Leckeres auf dem Tisch haben möchtest.

Variationen
- Käsiger - Gib ein paar Esslöffel Hefeflocken in die Kürbiscreme. Noch käsiger wird es mit veganem Pizzakäse oder meinem Tofu-Mozzarella.
- Gemüse Mix - Du kannst Lauch auch durch beispielsweise Spinat oder Broccoli ersetzen. Gib dann noch ein Zwiebel mit dazu für mehr Aroma.
- Nussfrei - Verwende Tahin oder Sonnenblumenkernmus statt Chashewmus.
- Grün statt violett - Statt Raddicchio kannst du auch Rucola als bitteren Kontrast über die Pizza streuen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen
Absolut! Verwende einen Teig, der für etwa ein Blech reicht.
Ja, aber gib etwas mehr Wasser (2-4 EL) hinzu, da Vollkornmehl stärker bindet.
Nutze hierfür einfach eine glutenfreie Pizzateigmischung (für ca. 1 Blech).
Wenn du keine Feigen magst, kanns du auch beispielsweise Birnen oder Trauben in Scheiben geschnitten verwenden.

Weitere Herbst-Rezepte
Noch mehr herbstliche Leckereien findest du hier:

Ich hoffe, ihr probiert meine vegane Herbstpizza mal aus. Wenn euch dieses Rezept gefällt, hinterlasst unbedingt einen Kommentar, bewertet das Rezept und markiert mich gerne auf instagram @veggiejam (#veggiejam).
PrintRezept
Herbstliche Vegane Gemüsepizza (ohne Öl)
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 2 Std 15 Min (inkl. Gehzeit)
- Total Time: 2.5 Stunden
- Yield: 1 Pizza (1 Blech) 1x
Description
Wenn Kürbis, Maronen, Lauch und Feigen gemeinsam auf eine Pizza treffen, dann ist klar: der Herbst ist da. Diese herbstliche vegane Gemüsepizza vereint herzhafte Röstaromen, cremige Kürbisbasis und süß-fruchtige Highlights – ganz ohne Käse, aber mit maximalem Wohlfühlgeschmack.
Ingredients
Für den schnellen Pizzateig
- 250 g Dinkelmehl Typ 1050
- ½ TL Salz
- 1 TL Trockenhefe (½ Päckchen = 3,5 g)
- 130-150 ml lauwarmes Wasser
Für die Kürbiscreme
- 500 g Butternuss Kürbis, geschält und gewürfelt
- 1 Knoblauchknolle
- ¼ TL Salz
- ⅛ TL Schwarzer Pfeffer
- 75 ml Planzendrink, ungesüßt (Erbse oder Soja)
- 30 g (2 EL) Cashewmus
Für den Belag
- 1 Stange Lauch
- 200 g gekochte Maronen, gehackt
- 100 g Räuchertofu, kleine Würfel
- ½ TL Salz
- ½ TL Rosmarin, getrocknet
- 2-4 frische Feigen, geviertelt
- Radicchio
Für die Cashewsauce (optional)
- 30 g (2 EL) Cashewmus
- 60 ml Wasser
- Salz
Instructions
- Pizzateig zubereiten: Mehl, Salz und Hefe in einer Schüssel vermischen. Lauwarmes Wasser hinzufügen und den Teig etwa 8-10 Minuten von Hand kneten, bis er geschmeidig ist. Alternativ in der Küchenmaschine 3–5 Minuten verarbeiten.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
- Kürbiscreme kochen: Den Backofen auf 185°C vorheizen. Die Spitze der Knoblauchknolle etwa 0,5–1 cm abschneiden, sodass jede Zehe leicht angeschnitten ist. Die äußeren Schalen grob entfernen und die Knolle in Alufolie wickeln. Die Kürbiswürfel mit Salz und Pfeffer würzen, gemeinsam mit dem eingewickelten Knoblauch auf ein Backblech legen und ca. 35–40 Minuten backen.
- Den weichen Knoblauch aus der Schale drücken und mit dem gebackenen Kürbis, Cashewmus und Pflanzendrink zu einer cremigen Masse verarbeiten – entweder mit einem Kartoffelstampfer oder im Mixer pürieren.
- Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen (füllt etwa ⅔ eines Blechs), auf Backpapier legen und nochmals 20–30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Anschließend mit der Kürbiscreme bestreichen.
- Pizzabelag zubereiten: Den Lauch waschen, in Ringe schneiden und 8–10 Minuten anbraten. Gehackte Maronen, gewürfelten Räuchertofu, Salz und Rosmarin hinzufügen und weitere 5 Minuten braten. Die Mischung gleichmäßig auf der Pizza verteilen.
- Pizza backen: Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech hineinschieben und mit aufheizen. Das heiße Blech vorsichtig herausnehmen, die Pizza mitsamt Backpapier darauf ziehen, mit geviertelten Feigen belegen und im oberen Ofendrittel 13–15 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist.
- Das Cashewmus mit Wasser und Salz zu einer cremigen Sauce verrühren. Radicchio in feine Streifen schneiden, auf der Pizza verteilen und die Cashew Sauce darüber träufeln.
Nutrition
- Serving Size: 1 von 3 Portionen
- Calories: 630 kcal
- Sugar: 19,7 g
- Fat: 16,7 g
- Saturated Fat: 3,1 g
- Unsaturated Fat: 10,1 g
- Carbohydrates: 88,6 g
- Fiber: 18,1 g
- Protein: 26,3 g
Der Artikel ist auch in en_US verfügbar.






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